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Mobile first: Was Webseiten-Betreiber jetzt tun müssen

Ist Ihre Webseite für mobile Endgeräte optimiert? Nein? Dann sortiert Google Sie künftig in den mobilen Suchergebnissen gnadenlos aus. Es sei denn, Sie ergreifen jetzt die passenden Gegenmaßnahmen.

Mobile First

Wir sind internetsüchtig

Die „Always on“-Mentalität ist ein fester Bestandteil der Gesellschaft geworden. Wir können einfach nicht mehr ohne! Das merkt man aktuell ganz wunderbar am Trend des Smartphone-Fastens. Askese vor Ostern bedeutete früher einen Verzicht auf Süßigkeiten oder Alkohol.
Heute schaltet man rund sechs Wochen das mobile Device aus. Hand auf’s Herz: Würden Sie das unbeschadet überstehen? Ich bin ehrlich, bei mir würde das nicht funktionieren.

Liegt Ihr Smartphone jetzt gerade in Ihrer Reichweite? Erwischt! Auch das ist heute üblich. Aus dem Grund nehmen wir gern für die erste Recherche schnell das mobile Gerät zur Hand, wobei die tiefere Info oder der Kauf später auf dem Desktop oder Laptop fortgesetzt wird.

Gerade beim Erstkontakt spielt der gute Eindruck Ihrer mobilen Website also eine große Rolle und entscheidet über den Verbleib oder den Absprung des Interessenten.

Dass die mobile Internetnutzung auf dem Vormarsch ist, belegt auch der im Januar veröffentlichte D21-Digital-Index: Inzwischen greifen 64 % der Deutschen mit einem mobilen Endgerät auf das Internet zu. In der Altersgruppe 14–29 Jahre sind es sogar 90%, die mobil surfen. Dritte wichtige Erkenntnis der Studie: Über alle Altersgruppen hinweg ist die Suchmaschine die wichtigste Online-Anwendung, die regelmäßig aktiv genutzt wird.

Google startet den Mobile First Index

Auf den Vormarsch der Smartphones hat Google bereits reagiert: Wer mit seinem mobilen Begleiter auf die Google-Suche zugreift, erhält nun andere Suchergebnisse als der PC-Nutzer, den sogenannten Mobil First Index. In der Praxis funktioniert das wie folgt: Google wertet aus, ob die jeweilige Website in einer mobilen Version vorliegt. Ist eine Website nicht für mobile Endgeräte optimiert, stürzt sie in der mobilen Suche massiv ab.

Was Sie jetzt tun müssen

1. Tracken Sie, wie viele Besucher Ihre Webseite mobil ansurfen

Mein Credo lautet: Erst analysieren, dann Maßnahmen definieren. Darum sollten Sie im ersten Schritt folgende Kennzahlen analysieren:

  • Wie viele mobile Surfer tummeln sich auf Ihrer Webseite? Hat sich die Anzahl im Zeitverlauf erhöht?
  • Unterscheidet sich die Absprungrate der mobilen Nutzer von der Absprungrate der übrigen User?
  • Wie viele Besucher kommen über Google auf Ihre Webseite?

Wer bereits Google Analytics in seine Webseite integriert hat, kann die Zahlen einfach ablesen: Loggen Sie sich in Google Analytics ein und  schauen sich unter “Zielgruppen” - “Mobil” - “Übersicht” im Bericht zur Gerätekategorie und zur Quelle die Daten Ihrer Website an.

Wer bis dato kein Analysetool nutzt, sollte jetzt Google Analytics implementieren (lassen) und wenigstens 30 Tage Daten sammeln. Daran lässt sich schon eine Aussage festmachen. Wer bei der Einrichtung von Google Analytics Hilfe benötigt, wendet sich am besten an eine zertifizierte Google Partner Agentur.

Schauen Sie sich die Zugriffe in Ruhe an. Zeigt die Analyse, dass 25 % die Seite mobil ansteuern, ist es höchste Eisenbahn, dass Sie Ihre Webseite „mobilisieren“. Liegt die Absprungrate der mobilen User mehr als 10 % über der Absprungrate der stationären Surfer, ist das ein klares Indiz dafür, dass mobile Nutzer Ihre Webseite unpraktisch oder uninteressant finden.
 

Mobile First Website Analyse
Mobile First Website Analyse

Nehmen wir ein praktisches Beispiel:  In unserem Beispielfall (s. Screenshot) kommen von 64.375 Besuchern 56 % über mobile Geräte, davon springen 72 % direkt wieder ab, eventuell, weil sie mit Darstellung und Performance nicht zufrieden sind. Senken wir die Absprungrate durch Optimierung der mobilen Ansicht auf 35 % (wie bei Desktop), so haben wir aus dem Stand 13.339 potenzielle Interessenten gewonnen. Wollen Sie auf dieses Potential verzichten?

2. Machen Sie Ihre Webseite responsiv!

Wenn noch nicht geschehen, dann stellen Sie Ihre Website auf ein responsives Design um. Responsive Websites passen sich automatisch an das Bildschirmformat des Endgerätes an. Was das bedeutet, sehen Sie z.B. anhand der Website meiner Internetagentur: Je nachdem, ob Sie www.till.de per PC oder Smartphone besuchen, erscheint die Seite in einem komplett anderen Look, optimal auf das jeweilige Display ausgelegt.

Denken Sie neben dem reinen Layout aber auch an spezielle Funktionen für mobile User. Klickbare Telefonnummern für den komfortablen Anruf. Einfache Navigation zu Ihrem Standort für Ihre Besucher. Bequem am Handy auszufüllende Formulare für den reibungsfreien Dialog. Große Touchpoints für die einfache Bedienung.

Noch eine kleine Statistik am Rande: Über 47,6% der Webseiten sind aktuell noch nicht mobil optimiert. Wenn Sie die mobile Weiche noch nicht gestellt haben, sind Sie also nicht allein… Oder andersherum: Wenn Sie Ihre Website jetzt auf ein responsives Design umstellen, haben Sie also sofort einen Marktvorteil!

3. Machen Sie Ihre Webseite schnell

Googles Mobile First Index wird künftig die Ladezeit der mobilen Webseite in die Ranking-Waagschale werfen. Sprich: Je langsamer der Seitenaufbau, desto unattraktiver findet Google die Seite – und listet sie unter Umständen weiter hinten in den Suchergebnissen. Ihre Aufgabe ist es darum, zu prüfen, wie lang die Ladezeit Ihrer Webseite ist. Das können Sie mit kostenlosen Tools feststellen, z.B. über TestMySite von Google.

Stuft das Tool die Ladezeit Ihrer Webseite als inakzeptabel ein bzw. erreicht der geschätzte Besucherverlust Prozentwerte höher als 20%, dann sollten Sie bei Ihrer Webseite dringend aufs Gas drücken. Die Ursachen für die lange Ladezeit kann ein Profi herausfinden und sie ggf. rasch beheben.

4. Optimieren Sie Ihre Google AdWords Kampagnen für mobile Endgeräte

Schalten Sie bereits Google Anzeigen? Wussten Sie, dass Sie die Anzeigen für mobile Endgeräte optimieren können? Es macht durchaus Sinn, die mobilen User auf spezielle mobile Landingpages zu leiten, die Anzeigenerweiterungen für mobile Geräte festzulegen und Ihr Anzeigenbudget für die mobile Suche zu definieren.

Genauso ist es aber auch möglich, die Auslieferung der Anzeigen an mobile Endgeräte gänzlich auszuschließen (z.B. dann, wenn Ihre Webseite bislang auf mobilen Devices mangelhaft dargestellt wird). Wenn Sie Google AdWords nutzen, sollten Sie sich die Zeit nehmen, sich in dieses Thema einzufuchsen – denn unglücklich ausgelieferte Anzeigen verbrennen viel Geld. Alternativ können Sie auch hier eine Google Partner Agentur zu Rate ziehen.

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Joachim Schröder

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